Der ET081
Einachstraktoren aus Wutha / Thüringen

Der Motor EL150

...der erste EL150, wenig gebraucht aus einer ehem. Hochwasserschutzanlage als Torantrieb bei Stromausfall hat es zu mir geschafft. Der lief also offenbar immer nur zu Testzwecken. Das war einfach nur ein Schnäppchen "um die Ecke" und ein bissel Neugier auf den Motor, auch wenn ich bisher für mich in dieser Leistungsklasse keinen Nutzen sah, folgerichtig auch keine Maschinen für den Motor habe. Bisher...  ;-)

Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz

Mittlerweile steht der 2. 150iger bei mir. Ganz offenbar werksneu mit Getriebe, Kupplung und mit ziemlicher Sicherheit noch nie gelaufen. Da kam wieder der Jäger & Sammler in mir durch. Der Tank ist von innen jungfräulich, der Motor freigängig, der Vergaser klappert nicht und das ganze Finish des Motors deutet eben auf genau diese 0 (in Worten: Null) Betriebsstunden hin. Haben ist einfach besser als Suchen. Ich weiß zwar noch immer nicht, wozu ich diese Zwischengröße verwenden könnte, aber da findet sich sicher etwas.

technische Daten

  • Einzylinder Zweitakt mit Umkehrspülung
  • Hubraum: 143cm³
  • ... wer könnte das besser beschreiben, als der Hersteller selbst?
Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz


Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz


...diese Originalbeschreibung wurde noch vor Umbenennung von Chemnitz in Karl-Marx-Stadt am 10. Mai 1953, anläßlich des 70. Todestages im s.g. "Karl-Marx-Jahr", gedruckt und das in einer für meine Begriffe hervorragenden Qualität.

Da mir mittlerweile ein GAB1,6, also ein weiterer Notstromer (ich habe ja erst 5 oder 6) zugeflogen ist, bin ich nun also auch im Besitz eines Gerätes für diesen Motortyp. Mein GAB diente wohl bei den ehem. Grenztruppen in oder bei Probstzella und war dort für die im Bedarfs- oder Ernstfall netzunabhängige Stromversorgung des Funkgerätes zuständig, bis es dann zur Wendezeit in Privathand wechselte und im EFH des neuen Besitzers gelegentlich für Netzersatz sorgte. Für die Umwälzpumpe der Heizung, etwas Licht und eine einzelne Herdplatte soll es wohl gereicht haben und das reicht ja auch, um im Winter bei Stromausfall nicht zu erfrieren und zu verhungern, bzw. die Heizung im EFH kaputt frieren zu lassen - ausreichend Spritreserven im Haus vorausgesetzt.

Apropos, bzgl. des immer wieder aufkomenden Gerüchtes, dass die Motoren auch mit 1:50 betankt werden konnten. Ja, es gab beim EL65 definitiv und sogar beim EL150 eine Freigabe hierfür. Zwingende Voraussetzung beim 150iger war allerdings, dass die Pleulbuchse vom Kolbenbolzen gegen ein Nadellager getauscht wurde. Wann genau das in die Serienfertigung übernommen wurde, ist für mich leider nicht nachvollziehbar. Diese Angabe ist ohne Gewähr, da mir selbst hierzu (bisher) keinerlei technische Unterlagen oder Freigaben, weder zum EL65, noch zum EL150 vorliegen. Ich mutmaße mal, dass mit Einführung von Mischöl statt einfachem Motorenöl, wie das in den Nachkriegsjahren noch State of the Art war, auch die Schmiereigenschaften vom Mischöl verbessert und entsprechende Untersuchungen gemacht wurden, um diese Freigaben zum Ende der 1980iger Jahre hin zu erteilen.