Der ET081
Einachstraktoren aus Wutha / Thüringen


Der Rest

Ein bisschen zulassungsrechtlicher Kram...

Tatsache ist, der ET081 fährt definitiv schneller als die zulassungsbefreiten 6km/h. Das bloße Anbringen eines 6km/h-Schildes nutzt also überhaupt nichts, so nicht der 3. Gang nachgewiesener Maßen gesperrt oder ausgebaut wurde (und selbst dafür bräuchte es eine amtliche Bestätigung, bzw. ein Gutachten). Liegt das sprichwörtliche Kind im Brunnen oder in dem Fall unter den Rädern (hoffentlich nicht!), wird die Luft für den Lenker des Gefährts recht schnell dünn. 
Das Positive zu Beginn, solange "nur" Mähbalken, Fräse oder Schiebeschild (oder eines Eurer angepaßten Gartengeräte) montiert ist und Ihr den ET als Fußgänger bewegt, ist alles okay. Selbst wenn der Anhänger dran hinge und Ihr den ET laufend am Holm führen würdet. Der ET unterlag mit seinen Arbeitsgeräten niemals den Bestimmungen für eine Zulassung der für ihn geltenden StVZO(en) der DDR, noch wäre er nach der Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV) aktuell zulassungspflichtig oder bedurfte einer Betriebserlaubnis (BE). Wer möchte, kann das gern nachlesen - § 50 Abs. 1 FZV. Auf dem eigenen Hof sowieso nicht. 

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Problematisch wird's mit Anhängerchen und wenn Ihr mit diesem vom eigenen Hof auf's Feld fahren wollt, denn dazu ist zumindest eine Betriebserlaubnis (BE) von Nöten. Allerdings hat der ET081 mit Anhänger T081 keine, da er von der Manhardt KG und später vom Gartenbaukombinat leider nie zu solch einer Typprüfung beim KraftfahrTechnischen Amt (KTA - dem Gegenstück zum bundesdeutschen KBA - die techn. Aufsichtsbehörde für Kraftfahrzeuge) angemeldet wurde. Meine Recherchen in den eigenen KTA-Datenblattauszügen, als auch meine Anfrage bei einer der technischen Prüforganisationen. sowie beim KBA selbst, kommen leider alle zum gleichen Ergebnis => keine Prüfung => keine BE => Sch**ße!!!

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Er erfüllt aber eine der Grundvoraussetzungen zum Erlangen einer Betriebserlaubnis, und zwar die anno dazumal geltende und im § 33 Abs. 4 StVZO der DDR von 1964 geforderte Prüfung nach der ArbeitsSchutzAnOrdnung. Die ASAO 107/1 von 1959 war die damals geltende Verordnung. Bestätigt wird dies in den Bedienanweisungen zu den Geräten (steht drin, könnt Ihr euch runterladen), der Rest ist Sache des Prüfers zur Abnahme einer Einzelbetriebserlaubnis und der hierzu erforderlichen Nachrüstung verschiedenster fahrzeugspezifischer Ausrüstung. Die 1964iger StVZO deshalb, weil das die 1968 zum Inverkehrbringen der ET's geltende gesetzliche Norm in der DDR war. Steffens ET von 1968 mit der Fahrgestellnummer 021 und dem in diversen Publikationen, bspw. von Horst Hintersdorf, genannte Bauzeitraum: "ab 1968..." sind letztlich der Nachweis hierfür. Übersetzt bedeutet das, dass der ET die Bauvorschriften der damals geltenden StVZO der DDR erfüllen muss und nicht heutige Normen. Die Zulassungsordnung regelt oder beschreibt ja diese Normen. Also wenn anno dazumal weder ABS noch Reifendruckgeigelkram gefordert, weil bspw. noch nicht erfunden, waren und keine Pflicht zur Nachrüstung bei älteren Fahrzeugen besteht, braucht er diesen z.T. Firlefanz (tschuldigung, alles zum Wohle der Autokonzerne - ähm, Fahrsicherheit) auch nicht! Man stelle sich einmal vor, das Ford-T-Modell aus den 1920igern würde nicht als Oldtimer zugelassen werden können, weil dessen Scheinwerfer kein "e"-Prüfzeichen haben. Was für ein Frevel!!! Waren Beleuchtung oder bspw. Bremswerte nach dieser Norm gefordert, muss er diese Vorgaben erfüllen. Das ist im Grunde "ganz einfach". Der Teufel steckt wie immer im Detail und im good will des Prüfers, analog zum weltbekannten Wurstblinker. Das gilt dann auch für einen 1979iger oder einen 1987iger ET. Maßgeblich ist das Jahr des "Inverkehrbringens" des Fahrzeugtyps und nicht des einzelnen Fahrzeuges. Das ist auch eine gern genutzte "Ich-habe-keinen-Bock-mich-mit-dem-alten-Kram-zu-beschäftigen"-Ausrede der selbsternannten Götter im Blaumann.  

20km/h-Grenze

Eine der wichtigsten zulassungstechnischen Hürden ist die Geschwindigkeit. Die 5.00-8er Reifen haben einen gemessenen Abrollumfang von 142,5cm. Bei einer Motornenndrehzahl von 3000U/min, also den nachgerechneten Angaben aus den techn. Dokumentationen, ergibt das eine Geschwindigkeit von 11,4km/h laut Herstellerangabe. Bei maximaler Motordrehzahl von 3600U/min fährt der ET entsprechend (geringfügig, lohnt also nicht!) schneller. Jede Reifengrößenänderung zieht auch eine Änderungen bei der Endgeschwindigkeit nach sich, das sollte bekannt sein. In der nachfolgenden Tabelle finden sich nur theoretische Werte für eine reine Betrachtung der Auswirkungen, es sind also reine Nährungswerte. 

Reifen

Umfang

Geschwindigkeit

Abweichung

Pneumant 5.00-8 Serienbereifung

142,5cm

11,4km/h

100%

Heidenau 4.00-8 Serienbereifung (AS)

126cm

10,1km/h

-11,6%

KingsTire 5.00-8 V8813 (AS)

132cm

10,6km/h

-7,4%

Mitas 5.0-10/4PR TT03 (AS) auch als 2PR möglich

152cm*

12,2km/h

+6,7%

BKT 6,5/80-12 AS-504 (AS)

185,1cm*

14,8km/h

+29,9%

Trelleborg 26x12.00-12 8PR T411 (AS) auch als 4PR möglich

192cm*

15,4km/h

+34,7%

*Herstellerangaben

Zumindest rechnerisch wäre nach oben, d.h. für noch größere Reifen Luft. Ob das dann tatsächlich noch fahr- und nutzbar ist, will ich so nicht beurteilen. Tatsache ist jedoch, dass ein voll beladener ET mit Anhänger beim Anfahren bei schwierigen Wegeverhältnissen an seine Grenzen kommt. Wir haben allerdings schon einige 16"-Umbauten gesehen und mir stellt sich die Frage des Schaltens beim unsynchronisierten Getriebe in solchen Konfigurationen. Letztlich geht es darum, die 20km/h-Grenze für eine möglicherweise zu erlangende Betriebserlaubnis nicht zu überschreiten, aber auch einen zeitgemäßen und sinnvollen Ersatz für die zweifellos untaugliche Serienbereifung zu finden. Der ET soll mit beladenem Anhänger auf der Straße souverän im 3. Gang anfahren und auch leichte Steigungen ohne Anzuhalten und herrunter zu schalten meistern können. Freilich sind die Trelleborg richtig fette Walzen und eigentlich nur Show, wo aber bleibt bitte die Freude am Fahren? Die 26x12.00-12'er kann ich aber erst testen, wenn die Felgen umgebohrt und die Lochkreisadapter geschweißt sind. Mal nebeneinanderstellen zum 'mal ein Auge holen' geht vorher schon.
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 26x12.00-12 | 6,5/80-12 | 5.0-10 | 4.00-8

Ob die Radlager solche Walzen auf Dauer verkraften, ist natürlich eine ganz andere Frage. Möglicherweise muß dann auch schon der Auspuff etwas modifiziert werden. Die Walzen sind für meinen '76iger ohne Sperre vorgesehen und der wiederum nur für den reinen Anhängerbetrieb zum gemütlichen Sonntagsausflug (auf dem eigenen Acker versteht sich, um dort Blümchen zu pflücken - ähm, zu ernten). Um damit zu arbeiten, sind die natürlich viel zu groß!

Bremsen

Interessant werden für eine Betriebserlaubnis auf jeden Fall die Bremsen. Der Gesetzgeber fordert eine Bremse, deren Verzögerung größer oder gleich 1,5m/s² entspricht und bei einem Bruch eines Bremsenteils, die Bremse trotzdem noch auf ein weiteres Rad wirkt. Klingt kompliziert, ist es mit der Einzelradbremse am ET aber nicht. Der Gesetzgeber verlangt aber auch eine Feststellmöglichkeit der Bremse, um das Fahrzeug gegen unbeabsichtigtes Wegrollen zu sichern. Das geht mit der serienmäßigen Bremsanlage am ET leider nicht. Es gab zwar Bremsen am T081 (wer eine solche funktionstüchtig hat, darf sich glücklich schätzen), allerdings auch serienmäßige Anhänger, die definitiv keine Bremse ab Werk hatten. Da offenbar die Feststellmöglichkeit nur gefordert ist, wenn der Anhänger am ET hängt, sollte die eigentlich recht einfach und abnahmekonform nachzurüsten sein. Im Betrieb mit den Anbaugeräten OHNE Anhänger benötigt der ET keine Bremse, da seine zulässige Höchstmasse 250kg (auch mit Anbaugerät) nicht übersteigt. 

Beleuchtung

...die wird zum Problem, denn bekanntermaßen hat der ET keine Lichtmaschine. Eine solche zu adaptieren geht zwar (siehe weiter unten bspw. beim ehemaligen ET vom Daniel), ist allerdings mit einem Haufen Arbeit verbunden und nicht zuletzt "frißt" solch Lima auch Motorleistung und ist beim Arbeiten mit den anderen Anbaugeräten definitiv im Weg. Solange nicht eine kleine Mopedlima auf den Kurbelwellenstumpf am Starthebel montiert werden kann, ist das Thema "Lichtmaschine" wohl durch?!
Interessant wäre ein einfacher Batteriekasten für die geforderte Beleuchtung und dank relativ geringer benötigter elektrischer Leistung von LED's, sollte eine zulassungskonforme Beleuchtung mit "e"-Prüfzeichen auch machbar sein. Bspw. eignen sich als Batteriekästen die Kästen von Baustellenbeleuchtungen. Dort passen i.d.R. 2 Stk. 6V-Trockenbatterie hinein, in Reihe geschaltet, liefern die 12V und sollten die paar Watt Leistung durchaus eine ganze Weile bereitstellen können. Nur so als Idee, falls jemand eine Alternative zur Auto- oder Mopedbatterie sucht. Es ist ja auch immer eine Frage, wohin mit dem ganzen Kram...? Mit dem Batteriekasten allein ist's ja nicht getan. Da fehlt noch ein Schalter, sinnvoller Weise auch eine Sicherung im Stromkreis, ggf. ein Blinkgeber, usw. Und dann soll das ganze ja auch noch eine gwisse Praxistauglichkeit haben.

Aber auch in diesem Zusammenhang muss ich nochmal tiefer in die rechtliche Materie eintauchen und schauen, was nach der 1964iger StVZO der DDR tatsächlich gefordert war. Der Originalanhänger ist ja nicht mal 1m breit und damit sind beleuchtungstechnisch schon wieder ganz andere Anforderungen zu erfüllen, als bspw. beim Fortschritt E931 mit HP400.

Spezialwerkzeuge (wird nach und nach ergänzt)

Um am ET, bzw. dessen Anbaugeräten tatsächlich zu schrauben, brauchts auch gelegentlich spezielles Werkzeug. Eines davon wäre bspw. der Abzieher für die Radnaben. Solch Keilwelle mit Paßfeder sitzt u.U. extrem fest und das dünne 5mm-Blech, an dem die Radbolzen von hinten angeschweißt sind (die Radnabe), eignet sich definitiv nicht zum Ansetzen eines Abziehers. Mit dem passenden Adapter für jeden üblichen 2-Armabzieher geht das. Braucht man bspw. um die Wedi's zu wechseln, Radbolzen zu tauschen, etc. 

Tipp zur Anwendung: Nachdem der Abzieher an der Radnabe verschraubt wurde, wird er über die Spindel auf Spannung gebracht. Sollte sich die Radnabe dabei noch nicht lösen, werden mit einem Schon(!!!)hammer ein paar gezielte Schläge auf die Spindel des Abziehes gegeben und die Radnabe springt herunter. Also nicht mit zöllich Roooähr als Verlängerung vom Schraubenschlüssel drücken bis irgendwas abreißt. Ihr wißt, wie das endet...


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Ihr kennt alle die Gardena-Drehstromadapter? Das wird ein Adapter von SDS-Plus auf Barkas. Sprich ein elektrischer Anlasser über die dicke Bohrmaschine. Gerade zum Basteln will ich nicht jedesmal die komplette Freilaufstartritzelei montieren nur um dann 10x vergeblich den Starthebel zu ziehen und alles wieder zu demontieren... Ihr wißt, das Material wird davon nicht besser. Mit dem Adapter sollte so'n Motor um einiges schneller Drehen und ggf. auch anspringen...

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...potente Bohrmaschine vorausgesetzt!!! ;-)

Zum Abziehen der Zahnräder vom Wellenstumpf des EL308 (hin und wieder sind da Getriebe und Kupplungen dran verbaut, die ganz gern von den Benzinkuhtreibern beim Holzholen im Wald verheizt werden), eignen sich übrigens so genannte Trennmesser. Je nach Maßhaltigkeit der Kurbelwelle und des Zahnrades, fallen die einem beim Lösen der Mutter schon fast entgegen oder sitzen bombenfest. In diesem Fall mutiert selbst der Trennmessereinsatz zum wilden Abenteuer. Laßt die Mutter drauf, sonst fliegt Euch das Zahnrad quer durch die Werkstatt und in der Größe und mit dem Druck zusätzlich zu Hitze und Kälte, den man teilweise aufbringen muss, macht das u.U. auch richtig böse "Loch im Kopf".

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Das allergenialste Werkzeug schlechthin ist dieser Getriebeöllikörsoßenfondanttrichter. Der fasst 1,3l feinstes Getriebeöl und das kann in aller Ruhe ins Getriebe tröpfeln, ohne das man da stundenlang daneben sitzen und warten muss, bis das in Zeitlupe durch dieses Minilöchlein von Einfüllöffnung gekrochen ist. Gibts von Beeketal unter den o.g. Suchbegriffen im Auktionshaus und nach dem fachmännischen Einsatz des WIG-Brenners hat der auch eine passende und stabile Tülle unten dran. die durch die Öffnung im Getriebe paßt.
Prädikat: Besonders wertvoll. :-)

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Ihr kennt das, Motor kalt (stand ja ne Woche oder länger), Benzinhahn auf, Deko- und Ablasshahn auf, Tupfen bis zum Überlaufen, Benzinhahn wieder zu, Starthebel 3 - 17x durchziehen bis eventuell die erste Fehlzündung kommt, Dekohahn zu und ganz viel hoffen... - macht einen Haken dran! Mit der Spritze läuft das wie folgt: Benzinhahn auf, Dekohahn auf, ca. 1 - 2ml Gemisch einspritzen, Dekohahn zu, (ggf. tupfen, je nach Versager), 1x, maximal 2x den Starthebel kräftig durchziehen und der Motor läuft - fertig... Die Direkteinspritzung übernimmt quasi die Rolle vom fehlenden Choke und es gibt keine Sauerei wegen auslaufendem Öl. Das wird einfach in den ersten Minuten mit verbrannt. Manche Dinge können soooo einfach sein und funktionieren auch diesseits der -25°C! Falls die Motoren nach ein paar selbstständigen Umdrehungen wieder aus gehen, liegt das am Prinzip der Umkehrspülung. In dem Fall ist das Gemischverhältnis im Kurbelgehäuse einfach noch nicht ausreichend gesättigt (weshalb Ihr beim Originalversager erst 3 - 17x den Starthebel ziehen müßt, bis der 1. Funke zündet). In dem Fall einfach den Startvorgang nochmal wiederholen und spätestens beim 2. Mal sollte der Motor durchlaufen (so der Benzinhahn offen ist!).

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"Eindrehwerkzeug" für Gewindehülsen - ich hatte es bei den Problemkindern schon kurz angerissen. Zum Einschrauben der Gewindehülsen mit Flansch geht solch "einfache" Schraube deutlich besser als eine alte Zündkerze. Die beiden Muttern werden gekontert und die einzudrehende Gewindehülse "per Hand" gegen die untere Mutter geschraubt, Alles zusammen wird ins neu geschnittene Gewinde im Zylinderkopf eingedreht, ggf. verklebt, bzw. mit Teflonband nochmal eingedichtet und wenn die Gewindehülse fest im Kopf sitzt, werden vorsichtig beide Muttern gelöst und die Schraube im Gesamten aus der Gewindehülse herausgedreht. Das Lösemoment festsitzender Verschraubungen ist bekanntlich größer als das Anziehmoment, folglich sollte auf diese schonende Weise das Gewinde im Kopf und die Hülse dort bleiben, wo beides hingehört. Schraube M16x100 zur Schraube M14x1,25x100 umgedreht, dazu zwei passende Feingewindemuttern M14x1,25 <= kleines Werkzeug, große Wirkung - lohnt aber sicher nur, wenn man regelmäßig solche Reparaturen macht, bzw. die Köpfe von vornherein auf Gewindehülse umbaut...

...selbstverständlich braucht Ihr zum Demontieren vom Polrad / Schwungscheibe am EL308 den dafür passenden Abzieher. Ich schreibe das nur, weil ich immer mal wieder danach gefragt werde. Hin und wieder gibts die gebraucht im Kleinanzeigenportal, oft waren die bei den Notstromern im "Bordwerkzeug". Neu wären die u.a. im online-Auktionshaus zu bekommen. Allerdings sind die Preise dafür recht sportlich, wenn man das gute Stück ein-, vielleicht zweimal benutzt... Qualitativ sind die Ihr Geld wert, keine Frage. Obacht, im Kleinanzeigenportal bietet gelegentlich ein geschäftstüchtiger älterer Herr aus Halle Eigenbauabzieher für's Polrad an. Die Dinger sind übel zusammen gebratener Mist und definitiv das "verhandelte" Geld (egal wieviel) NICHT wert! Vor allem weil das Angebotsbild auch den letztlich gelieferten Abzieher nicht abbildet. Ich hatte dummerweise den Fehler gemacht und einem Bekannten damit einen Gefallen tun wollen und der hat den direkt an ihn gelieferten Schrott erstmal nachschweißen müssen. 

Eine originale Lieferliste für den EL308 von 1955 ist mir in die Hände gefallen und daraus möchte ich Euch das Bordwerkzeug nicht vorenthalten.

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Interessant ist auf jeden Fall der Abzieher (Bild 7) für Anwerfrolle oder Starterritzel. Ich habe das gute Stück im Original, allerdings haben Ritzel und Rolle unterschiedliche Gewindedurchmesser. Das eine ist M4, das andere M5. Dies nur nebenbei aber das ist nicht das Problem. Wer keinen Abzieher hat und einen Winkelschleifer sein Eigen nennt, kann auch die Mutter für die Scheibenmontage nutzen, um mit passenden Schrauben das jeweilige Antriebselement von der Kurbelwelle zu ziehen. Den Tipp wußte ein Bekannter, probiert hab ich's noch nicht, soll aber funktionieren. Dran herumhebeln beschädigt meist nur die Zündungsgrundplatte!!! 

Ich hatte es oben drüber schon erwähnt: Der nette ältere Herr auf dem Kleinanzeigenportal... - und wie es der Zufall will, taucht er auch just nach einigen Monaten Abstinenz wieder mit übel zusammengepfuschten Abziehern für den EL308 auf. Diesmal mit Abziehern für das Startritzel - schaut selbst:

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Nichts gegen das Aufbessern der Rente, aber das ist einfach nur eine Sauerei hoch Zehn, für diesen zusammengebratenen Mist auch noch Geld zu verlangen. Nichtmal die Schweißperlen sind vorm Ansprühen mit Farbe entfernt und wenn ich das richtig sehe, liegen die 3 Löcher auch nicht auf einer gedachten Linie durch den Mittelpunkt. Soetwas geht weder an einem "Abzieherchen" für das Zahnsegment, noch bei einem Polradabzieher (die von dem Herrn genau so übel zusammengebraten sind). Dabei verstehe ich keinen Spaß. Dort ist u.U. richtig Zug drauf, um die Konuspassung zu trennen... 
Ganz klares Veto von mir => Finger weg!!!

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Bevor Ihr Euch solch eine Sch**ße (piiieeep) kauft, so sieht das Original aus. Ein Flacheisen mit 3 Löchern, 2 M5-er Schräubchen und einer Schraube M10 zum Drücken. Lochabstand der beiden kleinen Löcher ist 27mm und wer ins Flacheisen kein Gewinde schneiden will, setzt einfach eine passende Mutter drunter und hält die mit einem Ringschlüssel fest. Analog ginge auch eine passende Mutter vom Winkelschleifer, so die Löcher für die Hakenschlüssel passen (da gibts auch Unterschiede, Makita bspw. paßt nicht). 

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Eine weitere Alternative wäre dieser Abzieher für die PVL-Polräder, vertrieben bspw. von JWSport. Ihr müßtet die Langlöcher jeweils um knapp 2mm nach innen erweitern und die M6er Schrauben gegen passende M5er tauschen...  Aber bitte nicht falsch verstehen, ich habe absolut nichts gegen Eigeninitiative und Hilfestellungen um Demontageprobleme mit bspw. Abziehern zu lösen, ganz im Gegenteil, auf dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" basiert diese Webseite. Ich kriege nur einen richtigen Hals, wenn Leute versuchen, mit dem größten Schrott reich zu werden, keinerlei Qualitätsanspruch erkennen lassen und letztendlich dadurch ihre Mitmenschen verarschen. Ich erinnere nur an graues Sanitärsilikon um Getriebe an den EL anzukleben... Mit Klick auf's Bild gelangt Ihr zum Shop und tut mit den 19% auch noch etwas für den Staatshaushalt.

Nun zur Abwechslung mal wieder etwas positives... Zum exakten Einstellen (und kontrollieren) der Zündung am EL hatte ich mir Gradscheiben anfertigen lassen. Beim Zündchip braucht man so etwas tatsächlich nicht, aber für die Unterbrecherzündung ist solch Werkzeug sehr hilfreich. Das ist ja letztlich nichts anderes, als in dem Fall eine Edelstahlronde (65mm Innen-Ø, 95mm Außen-Ø, 2mm stark) die saugend mit ein bißchen Klemmung auf den Ritzelschutz gesteckt und darauf verdreht werden kann. Damit sich die Scheibe nicht von selbst verdreht, fehlt noch ein Langloch, etwa gegenüber OT, mit der die Scheibe auf dem Ritzelschutz festgeklemmt werden kann. Ich hatte es bei den "Problemkindern" bereits beschrieben, wie OT, bzw. auch 4mm vor OT von außen erkennbar ist. Fehlt hierzu noch eine Art Pfeilspitze, die in die Mitnehmernut der Kurbelwelle gesteckt wird und über den Wellensicherungsring gesichert werden kann. Ein Stück Kunststoff oder Alu, 5mm Stark mit zwei Vertiefungen für den Sicherungsring und eben einer wie auch immer bearbeiteten Pfeilspitze, zu der dann die Gravur auf der Ronde über die Messuhr eingestellt werden kann. Unter dem Strobo sollte dann das exakte Kontrollieren und Einstellen der Zündung möglich sein. Wer nicht jedesmal die 12V-Autobatterie neben den EL-Motor stellen will, es gibt auch Zündlzeitpunktpistolen von Trisco, die ihre eigenen Batterien gleich mitbringen. Für solch Basteleien eine sehr schöne Sache, zumal die an jedem Benziner funktionieren und auch durch die fehlenden Batteriekabel und Klemmen und den nervigen "Pistolengriff" einfach mal deutlich platzsparender sind, als herkömmliche Tester. 

Als Tipp: Laßt den Innendurchmesser etwas kleiner auslasern, 64,5mm und dreht den anschließend sauber aus - das wird genauer und maßhaltiger, als wenn Ihr Euch das exakt auf 65mm auslasern lassen würdet. Zur Gradeinteilung - wichtig ist 25° vor OT (das entspricht 4mm vor OT), deswegen ist die Markierung dicker und länger. Die abgebildeten Teilstriche sind im 2°-Abstand, also 23, 21 und 19° im, 27 und 29° entgegengesetzt vom Uhrzeigersinn. Warum? Markierungen im 1°-Abstand wären zu eng und deswegen nicht erkennbar. Dafür ist der Durchmesser der Gradscheibe zu klein. Das der 23°-Teilstrich ebenfalls länger ist liegt daran, dass ich die Unterschiede zwischen den Chips ausblitzen und über geänderte Paßfedern noch minimal mit der Zündeinstellung "spielen" will... Prizipiell sind die kleinen Teilstriche auch nur dazu da um optisch angezeigt zu kriegen, wo die Zündung liegt und wohin sie verschoben werden muss. Solch Gradscheibe kann jede Laserbude für'n schmalen Taler in die Kaffeekasse auslasern und das Loch zum Festklemmen könnt Ihr selbst bohren und zum Langloch ausfeilen. D.h. prinzipiell könnte die Gradscheibe sogar montiert bleiben und kommt auf diese Weise nicht abhanden... et voilà le travail! ;-)

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Solch ein Abzieher für den Mähbalken sollte auch in keiner ET-Werkzeugkiste fehlen. M42x1,5 um den "Leiermann", d.h. Kurbel, Zapfen und Abdeckscheibe von der Welle zu ziehen. Entsprechend massiv, um den Konussitz mit Paßfeder im Bedarfsfall auch voneinander lösen zu können. Die Lager im Mähbalkenantrieb bedürfen gelegentlich mal neuem Fett und so wie die meisten aussehen, haben die noch immer die Erstbefüllung drin.

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Interessantes & Netzfundstücke

Anfangen will ich mit Daniels ET und ein paar wirklich gut gemachten Umbauten. Eine wie ich finde optische Augenweide! Sind doch einige technische Dinge bereits umgesetzt, die ich auf die ein oder andere Art auch vor habe.

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Interessant ist definitiv die 16"-Bereifung in der Dimension 6.00-16 auf umgeschweißten TZ4K-Felgen mit entsprechenden Spurverbreiterungen und die Drehstromlichtmaschine vom Trabant als einige der auffälligsten Umbauten. Aber auch die Kupplung zwischen ET und gefedertem Anhänger ist technisch interessant gelöst, genau so wie die Federung vom Anhänger selbst und natürlich die verstellbare Fußrastenanlage für Sitzriesen und andere Piloten. Letztendlich strotzt das Gespann vor interessanten Detaillösungen, die einerseits mit viel Liebe und Sachverstand umgesetzt und andererseits nachahmenswert sind. Danke für die Bilder. 

Es gab neben der Hupe in Wagenfarbe und einem interessant nach unten gelegtem Auspuff, einen Satz umgeschweißte Felgen vom kleinen tschechischen TZ4K (6.00-16 AS), das Radlager vom Smart als Drehgelenk für den Anhänger, eine verstellbare Fußrastenanlage und Schraubenfedern einer Opel Corsa Hinterachse auf Achskörpern eines HP400 (coole Kombination!). Wer genau hinsieht, entdeckt mit Sicherheit noch das ein oder andere interessnte Detail. Wirklich toll gemacht!

Den derzeitige Abschuss des sprichwörtlichen Vogels schafft diese Frechheit im Auktionshaus. 

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Es wundert mich ein bisschen, dass diese 24-seitig Beschreibung den Besitzer noch nicht gewechselt hat. Was mag dann meine ebenfalls originale von 1958 mit Einlegefaltblatt zu den Vertragswerkstätten erst wert sein...? Ich schrieb es ja schon auf der 2. Seite, dass die Gier einiger Zeitgenossen den Blick auf's reale Leben völlig vernebelt. Man möchte ihnen die Seiten einzeln und  zusammengeknüllt und nacheinander ins Maul stopfen, nur um sie irgendwie von dieser Seuche zu befreien (das hilft nur leider auch nicht)... :-\ 

Sogar ein Dieselmotor hat es bereits an einen ET geschafft. Ein kleiner Hatz E571 mit 3 Pferdchen bei 3000U/min. Der Hatz stammt wohl ursprünglich von einer Rüttelplatte. Die Kupplungsglocke ist selbstgeschweißt und laut Eigentümer soll der Hatz "besser gehen" als der 308er. Sehr wahrscheinlich durchzugsstärker dank früher im Drehzahlband anliegendem Drehmoment? Danke Wolfgang für die Infos und Bilder :-)

Leider habe ich über den Motor noch nicht allzuviel heraus bekommen. Hatz selbst will wohl mit seiner Geschichte und seinen (alten) Produkten erwartungsgemäß recht wenig zu tun haben (ist halt doof, wenn der alte Kram immer noch läuft, damit verdient man kein Geld für die Aktionäre) und deren Eintrag in der "freien Enzyklopädie" ist genau so durchgestylt und von störendem Beiwerk (ähm, Informationen zum Nachschlagen) befreit, dass man sich eine Recherche dort mittlerweile auch echt sparen kann. (und dafür betteln die auch noch jedes Jahr pünktlich zu Weihnachten um Geld?!) Wer's nicht glaubt, der werfe einen Blick in die Statistik dieser Webseite. Die Motoren wurden wohl von den 1970iger an bis in die 90iger Jahre gebaut? Sobald ich ein paar techn. Grundinfos dazu habe, werde ich sie Euch nicht vorenthalten. Interessant ist die Idee allemal und ich gebe zu, selbst schon mit einem Selbstzünder geliebäugelt zu haben... ;-)  
update 17.05.2021: Nach einer weiteren Stunde harter Recherche in den Weiten des WorldWideWeb komme ich beim kleinen einzylindrischen, viergetakteten und direkt eingespritzen Hatz auf etwa 36 - 56kg (hört hört, je nach Ausstattung) Motorengewicht, 225cm³ Hubraum bei 71mm Bohrung und 57mm Hub und eine hochinteressante Angabe für einen Stationärmotor zu einen Kippwinkel von 20° in alle Richtungen für einen sicheren Betrieb. Drehmomentangaben habe ich leider noch keine gefunden.

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Auf der täglichen Suche nach Ersatzteilen bin ich über dieses "Schätzchen" gestolpert. Freilich ist der Verkäufer für realistische Preisvorschläge offen, so schreibt er zumindest auf meine Anfrage, wie er zu solch einem utopischen Preis kommt. Wenn man sich allerdings am teuersten Gebrauchtmotor orientiert, der seit Monaten im Auktionshaus (sehr wahrscheinlich deshalb?!) nicht verkauft wird, dessen Preis mal fix verdoppelt und glaubt, seinen unvollständigen Motor (es fehlt u.a. das Reglergestänge) zu solch einem Phantasiepreis verkaufen zu können, scheint der Verkäufer doch in einem anderen Universum zu leben. Das selbst der seit Wochen parallel dazu angebotene Neumotor für 320,- € im Auktionshaus mit Gewährleistung vom Händler ganz offenbar (auch) wegen dem Preis keinen Käufer findet, scheint den Verkäufer darauf hingewiesen nicht zu beeindrucken. Dazu gehört schon eine gewisse Portion Beratungsresistenz. Vielleicht taucht der Motor in 10 oder 20 Jahren nochmal auf und möglicherweise bekommt der Verkäufer dann seinen Wunschpreis? Warum macht man so etwas? Scheinbar fehlt mir da ein Genbaustein in der DNA, eine Windung im Hirn... - keine Ahnung?! Ich verstehe es einfach nicht. Weshalb werden vorm Einstellen solcher Angebote keine Preisrecherchen gemacht? Man sollte doch selbst wenigstens eine halbwegs reale Preisvorstellung haben, um diese auch einem möglichem Kaufinteressenten vermitteln zu können?! Das der Motor zwischenzeitlich bei 666,- € und 550,- € lag und aktuell für 520,- € angeboten wird, zeigt nur, dass der Verkäufer immer noch glaubt, auf einem Klumpen Gold zu sitzen... update 18.10.21 - die Verhandlungsbasis wurde mal wieder um schier unglaubliche 20,- € reduziert - Wow!!! Also wenn den jetzt niemand kauft...?! Die Anzeige ist seit 24.05.21 online, der neue Motor für 320,- € im Auktionshaus übrigens auch noch - seit Januar '21 wohlgemerkt und der gebrauchte für 349,- auf der gleichen Plattform wäre auch noch zu haben... update 30.10.21 - der Motor steht als "verkauft" im Portal. Das halte ich für unwahrscheinlich, da der Verkäufer keinerlei "Schätze aus Opa's Garage" mehr anbietet, d.h. alle Anzeigen gelöscht wurden. Das sieht eher nach Sanktionen des Portalbetreibers oder nach einem ernstzunehmendem Familienkrach aus? Möglicherweise musste nun auch die Garage vom Opa geräumt werden und der Container stand vor der Tür...? Wer weiß das schon - C'est la vie! 
22.11.21 - da ist er wieder für 500,- € und die Anzeige aktiv seit 24.05.21 - also doch eine Sanktion des Portalbetreibers oder gar eine Fehlfunktion - oh man, das läßt Raum für Vermutungen, Gerüchte und Verschwörungstheorien... 

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Für völlig unaufgeregte und beide Seiten fair verhandelte 200,- € hat dieser Neumotor aus 1990 den Besitzer gewechselt, inklusive Versand wohlgemerkt. GLS schafft das bis 40kg, nur falls das mal jemand wiederholen mag. Und das war im Vergleich zu den letzten 3 (in Worten: drei) neuen Motoren noch nicht mal ein Schnäppchen, genauer gesagt der mit Abstand bisher teuerste. Aber ich konnte mir Zeit und Aufwand des Abholens sparen und bekam den Motor frei Haus geliefert. So gesehen relativiert sich die Mehrausgabe schlagartig... Von wegen Motoren für 700,- € und so?! ^^
PS: Das der Stromabnehmer abgebrochen ist, wußte ich vorm Kauf. 

Hier läuft der nagelneue (1978iger) Motor von der Startseite mal Probe. Aufgefallen war mir beim ersten Starten im März '21 schon, dass der vom Laufgeräusch der Kurbelwellenlager unheimlich hart klingt. Beim vorsorglichen Wechseln der Simmerringe nach dieser Zeit, kam auch ein Haufen Rost aus den Lagern raus, aber das Kurbelgehäuse hatte ich gründlich mit Bremsenreiniger ausgespült. Offenbar ist der Motor einfach über die Jahre falsch gelagert und feucht geworden und war wohl nicht, bzw. schlecht konserviert? Der Motor ist mit einer nagelneuen Endemann-Zündspule und dem großen (Transistor-)Zündchip ausgerüstet und kommt auf den ersten Zug. Aufgrund des unschönen Laufgeräusches bin ich noch am überlegen, ob ich ihm einen Platz auf einem meiner Notstromer reserviere und dort auf den Lagerschaden warte oder die Kurbelwelle raus nehme und erst noch die Lager wechsele... Das Betonelement verstärkt natürlich den akustischen Effekt noch. Der Edelstahlbasteltank und der VA-Auspuff sind beide nicht auf meinem Mist gewachsen. Der Auspuff hing an einem ET, den ich zum Jahreswehchsel 20/21 erworben hatte und soll auf meine "Nr. 2".
Bevor ich den Motor nochmal auf mache, werde ich den über Nacht einfach mal mit Diesel aufgefüllt stehen lassen und ein paar mal langsam von Hand durchdrehen und dann den Ablasshahn raus schrauben, damit die Soße abfließen kann. Vllt. kommt da noch Dreck raus, den ich mit Bremsenreiniger vorher nicht erwischt hatte? Das gibt dann zwar beim nächsten Start eine riesen Nebelwolke, bis der Diesel verbrannt ist, aber die Lager klingen alles andere als schön. Vielleicht läuft sich das wieder ein, vielleicht auch nicht, dann muss ich ihn so oder so zum Lagerwechsel auf machen... So ist das. ab Werk mutmaßlich nicht konserviert und dann hat er jahrzehntelang irgendwo gestanden. Das nur mal zum darüber Nachdenken, welcher Preis für Neumotoren tatsächlich gerechtfertigt ist. 100,- € zzgl. Abholung wie in dem Fall aber definitiv!

Im brandenburgischen Vettin wird einem ET081 gerade ein Lifan 188F-C adaptiert. Dabei handelt es sich um einen der unzähligen Honda-, bzw. Briggs & Stratton-Nachbauten aus dem chinesischen Großkonzern. 13 PS, 23Nm und 390cm³ bei 30kg - das klingt von den Papiertigerdaten erst einmal nicht schlecht. Ich bin auf die ersten Probeläufe und Fahreindrücke am ET gespannt. Mein Namensvetter wird uns sicher dazu auf dem Laufenden halten. 

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Ganz nebenbei hatte er einem seiner ET's (der Trend geht ja zum Zweit- oder Dritt-ET) auch einen Amal 21T Vergaser verpaßt und entsprechend adaptiert. Die Anpassungsarbeiten für die Bedüsung stellte sich letztlich als genau so langwierig heraus, wie beim 24N2... Eine Augenweide sind die selbstgedrehten Adapter und Flansche - wirklich toll gemacht, Hut ab!

Eine wirklich irre Kiste konnte ich mir die Tage im Saale-Holzlandkreis südlich von Stadtroda anschauen. Eine ET081 6x6-Spezialanfertigung, eine Art Dumper mit Bobcat-Fahrgestell und kippbarer Badewanne als Transportmulde. Ob das gute Stück jemals fuhr, ließ sich anhand des derzeit etwas gefledderten Zustandes nicht mit Sicherheit sagen. Aber es soll wohl so gewesen sein? Interessant ist auf jeden Fall die Antriebskonstruktion über zwei von den Achsstummeln des ET angetriebenen Rollenketten zur Kraftübertragung auf die jeweils 3 Räder pro Seite. Theoretisch sollte über das Abbremsen des jeweiligen Achsstummels und Gasgebens eine Lenk- bzw. Drehbewegung auf der Stelle möglich gewesen sein? Motor und Kupplungsglocke sowie das komplett fehlende Lenk- und Schaltgestänge sind zwar vorhanden, waren aber wie auf den Bildern zu sehen, demontiert. An eine Probefahrt war also leider nicht zu denken.

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Ich hatte echt kurz überlegt, aber letztendlich habe ich den nötigen Platz nicht und das Ungetüm ist mit seinen rund 2,00 x 1,30 x 1,00m (LxBxH - ohne Lenker) wirklich etwas überdimensioniert für meine Platzverhältnisse. Cool ist die Idee allemal und mit der Einzelradbremse lassen sich wirklich ausgefallene Ideen umsetzen. Vielleicht findet sich ja ein Käufer, der dem guten Stück wieder neues Leben einhaucht? Ich könnte mir kleinere Ackerprofilräder oder tatsächlich Gummiketten vom Minibagger oder einer Motorschubkarre durchaus vorstellen? Es sind 3-Lochradnaben vom HP300 verbaut... Zum Holzrücken in steilen Waldhängen sollte das Teil dann doch sicher gehen, ohne den Waldboden so heftig aufzureißen? Laßt doch mal Eurem Erfinderreichtum freien Lauf...

Tschaaaa - Ein (un)bekannter Diesel aus Fernost, 10 PS und ein adaptierter Mulcher am ET. Ich hatte versucht, dem Betreiber des Gerätes ein paar Info's zu entlocken, allerdings kamen lediglich die beiden Bilder per Mail und dem Satz "Hallo der Herr, ich habe leider wenig Zeit. MfG..." - Das ist natürlich sehr, sehr dünn an Informationen.

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Beim Mulcher schätze ich die Arbeitsbreite auf 1m und möglicherweise kann man den anhand der Versteifungskonstruktion vom Gehäuse identifizieren. Der Motor...? So vom rein optischen dürfte das eine der vielen Kopien vom Yanmar 186F sein, einem Butter&Brotdiesel, wie er in unendlich vielen Maschinen und Geräten zu finden war. 1-Zylinder-luftgekühlt, ca. 475cm³, 7,2kW bei 3600U/min und 23,4Nm bei 2700 U/min, so wie er als fernöstliche Massenware auf diversen Plattformen für chinakopievonderkopiederkopie-typische Preise angeboten wird... Mal mit variabler Drehzahl, mal mit fester Drehzahl, je nach Ausführung.

Persönlich habe ich immer ein bissel ein Problem mit den Chinamotoren. Das ist der Tatsache geschuldet, dass ich mal live den Verfall eines solchen in China für ganz wenig Geld hergestellten Motors innerhalb von rund einem ¼ Jahr miterleben durfte. Da waren oval ausgeschlagene Passungen im Alugehäuse für einen Kupplungshebel aus Stahl, buchsenfrei wohlgemerkt, noch das geringste Übel. Im Zeitalter der WorldWideWeb können wir ja die EK-Preise der hier in Deutschland angebotenden Motoren recht gut als Endkunden vergleichen und wissen letztendlich, auf was wir uns einlassen. D.h. der in China für 250,- $ (Stückpreis bei Einzellieferung) eingekaufte Motor, der hier für 750,- bis 800,- € angeboten wird, beinhaltet mindestens einen Ersatzmotor innerhalb der Garantiezeit. Dank Alibaba & Co können wir uns ja sogar selbst als Importeur betätigen und ab 500 Stk. unser eigenes Firmenlogo aufbringen lassen. Selbstverständlich lassen Honda & Co. auch in China produzieren, letztendlich stehen die aber immer noch mit ihrem Namen hinter dem Produkt und bieten schon deshalb nicht die 2. oder 3. Qualität an.
Selbstverständlich kann man auch bei denen ein "Montagsmodell" erwischen, allerdings wird bei jeder Kopie irgend etwas weggelassen, Material eingespart, etc., um die eigene Gewinnspanne als Hersteller zu halten...

Qualität kostet auch in China, genau wie im Rest der Welt und genau das ist das Problem - woran erkenne ich ein chinesisches Qualitätsprodukt, denn genau dabei ist der Preis nur ein Indiz von vielen! Wenn man mal die entsprechenden Angebotsseiten durchstöbert, findet man sogar Klone der 1VD8/8- und der 1H65-Motoren aus der ehemaligen DDR und mit Sicherheit noch einiges mehr...

"Wir können über Gott und die Welt philosophieren.... Wenn das gewünscht ist!!! In diesem Fall ergibt sich die Antwort darauf, eindeutig aus der Beschreibung! Ich will den Motor veräußern. Nicht mehr, nicht weniger. Und wenn ich deinem Projekt ET081 leider nichts Konstruktives hinzufügen kann, tut es mir leid. Darüber hinaus ist mein Umbau des einstigen ET081, weit davon entfernt, je wieder ET081 genannt zu werden. Einen 300ccm 6 PS EL 308 gegen einen 450 ccm 16 PS-Motor auszutauschen, sollten Deine Fan-Haare zu Berge steigen und dein Interesse schwinden lassen.
Ach ja.... Und sollte dann doch mal der Strom in unseren Highlands ausfallen, dann produziert mein Gefährt auch Strom.
In diesem Sinne, viel Spaß und Erfolg noch mit dem Projekt ET 081 und alles Gute."

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Dieser freundliche Zeitgenosse bietet seinen EL308 als Ersatzteilspender an. Darauf aufmerksam bin ich geworden, weil der eben laut Anzeigentext und Beschreibung vom ET081 stammen soll. Ihr wißt, Suchbegriffe und so... Auf meine Frage, ob er Euch mit Tipps, Tricks, Erfahrungsberichten, etc. am erwähnten Motorumbau teilhaben lassen möchte, kam tagelang keinerlei Reaktion. Also nochmal nachgefragt, ob im Hörselgebirge Stromausfall herrscht und man nicht üblicherweise auf höfliche Fragen (in brauchbarem Deutsch, mit Anrede und so) auch eine Antwort erwarten könne, kam dann prompt der zitierte Text. Letztendlich der Beweis dafür, dass die Bewertungen auf diesem Portal völlig für'n Ar*** sind und ob ich nun zum x-ten Male über einen mutmaßlichen Chinamotorumbau berichten muss...? Beste Grüße in den Wartburgkreis, ich wünsche gutes Gelingen, Achs- und Differenzialbruch!
PS: Entweder sind's die falschen Bilder zum Anzeigentext oder es steckt eine wahre Koryphäe hinter der Anzeige und dem behaupteten Motorumbau. Tatsache ist, ein EL308 mit angeflanschtem Untersetzungsgetriebe paßt so niemalsnicht an einen ET081 und ein Drehzahlregler gehört da eigentlich auch nicht dran. Allerdings ist das höchst geheimes Insiderwissen, quasi "NfD - nur im Tresor zu Lesen!"...